Wer Literatur liebt und den Bodensee von seiner ruhigen Seite kennenlernen möchte, sollte einen Besuch im Hesse Museum Gaienhofen fest einplanen. Auf der Halbinsel Höri verbrachte Hermann Hesse einige der prägendsten Jahre seines Lebens. Noch heute spüren Sie in dem kleinen Ort am Untersee, warum der spätere Nobelpreisträger sich hier so wohlfühlte.
1904 zog Hermann Hesse mit seiner ersten Frau Maria Bernoulli nach Gaienhofen. Der Erfolg seines Romans „Peter Camenzind“ hatte ihm gerade ermöglicht, als freier Schriftsteller zu leben. Das junge Paar mietete zunächst ein einfaches Bauernhaus im Ortskern.
1907 ließ die Familie ein eigenes Haus mit großem Garten bauen. Hesse gärtnerte leidenschaftlich gern und fand im Landleben Ruhe zum Schreiben. In seiner Zeit am See erschienen unter anderem „Unterm Rad“ und „Gertrud“. Auch seine drei Söhne kamen in diesen Jahren zur Welt. 1912 zog die Familie nach Bern weiter.
Das Hesse Museum Gaienhofen befindet sich in dem historischen Bauernhaus, in dem Hesse und seine Frau ihre ersten Jahre am See verbrachten. Schon das Gebäude selbst erzählt viel über das einfache Leben, das die beiden hier suchten.
Im Inneren erhalten Sie Einblicke in Hesses Alltag, seine Werke und seine Verbindung zur Landschaft der Höri. Persönliche Dokumente, Fotografien und Ausstellungsstücke machen die Gaienhofener Jahre lebendig. Darüber hinaus widmet sich das Hesse Museum Gaienhofen den Künstlerinnen und Künstlern, die sich nach ihm auf der Halbinsel niederließen. So wird der Besuch zu einer Reise durch die Kulturgeschichte der gesamten Region.
Aktuelle Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Sonderausstellungen finden Sie auf der offiziellen Website des Museums.
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Die Höri hat schon Hermann Hesse Ruhe und Inspiration geschenkt. Erleben Sie diese besondere Atmosphäre selbst und verbinden Sie Ihren Besuch im Hesse Museum Gaienhofen mit erholsamen Tagen in einer Ferienwohnung am See.